St. Martin im Kofl Schlanders Höhenweg
Panorama-Höhenwanderung
am Vinschger Sonnenberg zwischen Latsch und Schlanders. Wunderbare Aussicht auf
den Obervinschgau, ins Martelltal und auf die Ortlergruppe.
Die Seilbahn in Latsch bringt Sie zum Bergdörfchen St. Martin im Kofl. Von der Bergstation der Seilbahn folgen Sie der Markierung 14 westwärts zum steil am Hang liegenden Egghof. Nun folgt ein Fußweg über Almwiesen und vorbei an den verfallenen Berghöfen Laggar und Zuckbichl.
Weiter auf dem schmalen Steig zum Fallerbach und zum bewirtschaften Tappeinhof. Vor dem Hof folgen Sie der Höfestraße abwärts, bis der Fußweg Nr. 7 nach rechts abzweigt. Hinunter auf eine weitere Höfestraße und von dort aus zum Schloss Schlandersberg. Nun geht’s weiterhin bergab bis nach Schlanders, von wo aus Sie die Vinschgerbahn wieder nach Latsch bringt.
Sehenswert: das Kirchlein Sankt Martin im Kofel ist ein uralter Wallfahrtsort der Bauern und wurde bereits 1510 erstmals erwähnt. Der heilige Martin wird hier als Patron der Herden verehrt, und zahlreiche Motivtafeln erzählen von seiner wunderkräftigen Hilfe in der Not. Die Kirche ist ab Ostern bis Ende Oktober geöffnet.
Tourenprofil
- Orientierung und Schwierigkeit: mittlere Höhenwanderung
- Gehzeit gesamt: ca. 4 1/2 Stunden
- Höhenlage: 1060 bis 1730 Meter
- Beste Jahreszeit: April bis Oktober
Von Zuckbichl geht es weiter zum aufgegebenen Patschhof. Von da über Weg 16 den Sonnenhang hinab über den Hof Ratitsch nach Goldrain. Der Weg ist interessant wegen der vielen Vegetationszonen, die man durchqueren muss, dürfte im Sommer aber etwas heiss ein.
Laggar und Zuckbichl sind übrigens ursprünglich mittelalterliche Knappensiedlungen für den Erzbergbau. Der Erzbergbau wurde bereits im 16. Jahrhundert aufgegeben. Ein Hinweis auf den Bergbau ist heute noch die Annakappelle bei der nahe gelegenen Burg Annenberg (Heilfurth, Bergbaukultur in Südtirol, Tappeiner Verlag 1984)